Tools für Recherche und Wissensmanagement
Donnerstag, Juni 5th, 2008Unzählige Medienunternehmen weltweit haben in den vergangenen Jahren die journalistische Logik gegen eine Logik des Kommerzes ausgetauscht. Die Diskussionen in Chefetagen der Verlagshäuser und Sendeanstalten drehen sich nicht mehr um Investigation und Recherche, also um guten Journalismus, sondern um „Geschäftsmodelle“. Journalismus verkommt dabei zu einer Ware, die möglichst billig hergestellt werden soll.
„Wir könn(t)en auch anders: Wenn Recherche wieder wichtig wird“ – so lautet deshalb das Motto der Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche am Freitag/Samstag, 13./14. Juni 2008 im NDR-Konferenzzentrum Hamburg. Die Teilnehmer haben dort die Möglichkeit, Innenausstattung und Qualität des aktuellen Journalismus in Deutschland einer Nagelprobe zu unterziehen - in mehreren Dutzend Foren, Workshops, Lessons und Erzählcafés. Gut 100 Referenten tauschen mit den Teilnehmern in Rede und Gegenrede Argumente aus und klären Positionen.
In Hamburg werden aber Good News vertieft: Die neue Generation von Internet-Software gibt Journalisten Möglichkeiten für Recherche und Wissensmanagement an die Hand, von denen bislang niemand zu träumen wagte. Gefordert ist deshalb ein Journalismus 2.0, der die neuen Möglichkeiten konsequent nutzt. „RSS-Feeds: Die Informationsflut kanalisieren“ – so lautet der Titel eines Recherche-Workshops mit Christina Elmer (dpa-RegioData), und ein Referat von Anton Simons hat den Titel „Hey, hey Wickie – Wissensmanagement für Journalisten”.
- Das volle Programm nebst vielen weiteren Infos gibt’s hier: www.netzwerkrecherche.de
www.redaktionelles-wissensmanagement.de