Der Hunger nach Qualität im Web 2.0 steigt
Montag, Dezember 17th, 2007Angesichts der immer weiter anschwellenden Informationsflut suchen die Menschen „verstärkt nach Medien, die sie dabei unterstützen, sich zurecht zu finden und Zusammenhänge zu verstehen.” So fasst Prof. Peter Kruse, geschäftsführender Gesellschafter von nextpractice, das Ergebnis einer Interview-Studie des Bremer Methoden- und Beratungsunternehmen zusammen.
Das Internet drohe derzeit an der Masse der eingepflegten Informationen zu ersticken, heißt es in einer Pressemitteilung des Instituts: Rundherum positiv schneiden nach Kruses Angaben nur noch Internet-Angebote ab, bei denen die Inhalte entweder von einer Redaktion überarbeitet werden oder einem anderen Verfahren unterliegen, das die Qualität sichert - beispielsweise einem Open-Peer-Review wie bei der Wikipedia.
Die Web-2.0-Nutzer schätzen zwar, dass man sich aktiv einbringen und mit Gleichgesinnten vernetzen können. Aber ehedem hoch gelobte Angebote wie Youtube, Second Life und Blogs würden bereits in großer Distanz zu den persönlichen Wunschvorstellungen gesehen. “In der intuitiven Bewertung liegen diese Angebote bereits nah bei Boulevardpresse und Trash-TV”, erläutert Kruse.
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