Aufs Lange Ende kommt es an
Montag, Mai 19th, 2008Wissensmanagement-Werkzeuge der Generation 2.0 bescheren der Unternehmenskommunikation endlich Zugang zum Long Tail des Wissens ihrer Mitarbeiter. Ein wichtiges Merkmal von Unternehmen 2.0 sei, dass sie dieses Wissen konsequent nutzen. Das sagte Peter Schütt, zuständig für Knowledge Management & Social Networking Solutions bei IBM, kürzlich bei der Bürgerjournalismus-Konferenz re:publica in Berlin.
Bislang habe das interne Wissensmanagement der Unternehmen „ausschließlich den Mainstream bedient“, im Interesse von Innovationskraft, Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit komme es in Zukunft immer mehr darauf an, dass das interne Wissensmanagement „auch das Lange Ende des Wissens zu fassen kriegt“, wie Schütt sagte. Mit Social Software sei genau dies möglich.
In steigendem Maße komme es aber auch darauf an, das Lange Ende der Nachfrage zu bedienen. Beim Internet-Buchhändler Amazon.com mache das Lange Ende inzwischen zwei Drittel des Geschäfts aus: Dank der Kundenrezensionen könne Amazon.com Beratungsleistung auch zu solchen Büchern aus dem Long Tail anbieten, also zu Titeln, die nur ganz selten nachgefragt werden. Deshalb dürfe es nicht verwundern, dass inzwischen mehr als 50 Prozent der deutschen Startups im Long Tail-Bereich anzusiedeln sind.
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