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Aufrüttelnde Fotos aus Nairobi

Redaktionelles Wissensmanagement hat das Ziel, Redakteuren und Journalisten „systematisch das Wissen, das sie zum Erledigen ihrer Aufgaben benötigen, zur rechten Zeit am rechten Ort in wohl aufbereiteter Form zur Verfügung zu stellen“, heißt es in dem kürzlich im UVK-Verlag erschiedenen Band ‚Redaktionelles Wissensmanagement‘ (S. 19). Neben der Bedeutung einer dezidierten Reorganisation der internen Informationsflüsse entdecken jetzt immer mehr Medienhäuser auch die Bedeutung des Crowdsourcings, also das Einbeziehen der Leser, der Nutzer und der Blogosphäre in die redaktionelle Wertschöpfung.

Beim Crowdsourcing geht es darum, die Qualität der redaktionellen Arbeitsergebnisse zu steigern, indem externes Wissen, Erfahrungen, Kontakte und Beobachtungen einbezogen werden. Quell dieses externen Wissens sind im Lokalen und Regionalen häufig die Leser selbst oder die Zielgruppe. Medien, mit denen diese Quellen für die Redaktionsarbeit fruchtbar gemacht werden können, sind Leser-Communitys, Regionalwikis und die Placeblogs lokal und regional aktiver Bürgerjournalisten.

Dass Agenturen und Nachrichtenredaktionen aber auch bei Themen von globalem Interesse von Bürgerjournalisten und Blogger profitieren können, wird derzeit in Kenia deutlich. Nicht erst seit dem Chaos um den Wahlbetrug dort ist bekannt, dass es auf dem „vergessenen Kontinent“ inzwischen auch eine aktive Blogosphäre gibt. „Jetzt wird deutlich, wie gut und wertvoll es ist, verschiedene Sichtweisen über die Massenmedien hinaus einzufangen“, schreibt Cedric Weber jetzt in einem Posting in Mzungu’s Weblog. White-African habe eine Übersicht von Blogs zusammengestellt, die unmittelbar aus Kenia berichten. Und Insight Kenya präsentiert aufrüttelnde Fotos aus Nairobi.

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