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Redaktionen müssen Lernen lernen

“Was können die Massenmedien von den Sozialen Medien lernen?” Dieser interessanten Frage ging der spanische Medienwissenschaftler José Luis Orihuela vor wenigen Tagen auf dem “UCAM Media Lab 2006“, einem spanischen Kongress zum Thema “Bürgerjournalismus”, nach. Nimmt man die Wikipedia oder versteht man Wiki generell als Exponent dieser Gattung, sollte rasch klar werden, dass die Massenmedien von den Sozialen Medien das organisationale Lernen (und Behalten) und damit die Nutzung kollektiver Intelligenz lernen können.

Orihuelas Antwort fällt allerdings nicht ganz so schlicht aus. Seine Prognose lautet, etwas differenzierter, dass in den nächsten Jahren nur die Massenmedien überleben werden, die …

  1. verstehen, dass nun auch die Nutzer Inhalte generieren,
  2. verstehen, dass die Nutzer Inhalte miteinander austauschen wollen,
  3. die Logik von Google verstehen,
  4. verstehen, was die Blogs zu erzählen haben,
  5. die Viralität verstehen,
  6. in der Lage sind, rasch zu reagieren,
  7. die in der Lage sind, die Themen aufzugreifen, die die Menschen tatsächlich beschäftigen,
  8. lernen, (Wissen und Menschen) zu verbinden,
  9. lernen, zuzuhören,
  10. lernen, mit den Nutzern zusammen zu arbeiten,
  11. lernen, Gewinne mit den Nutzern zu teilen und
  12. lernen, sich zu verändern.

Themenhinweis und Übersetzung entlehne ich übrigens dem Weblog “Text & Blog” von Markus Trapp, einem freiberuflichen Webdesigner und Übersetzer aus Hamburg, dem ich hiermit herzlich danke.

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