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Interne Kommunikation in Zeiten des Web 2.0

Statt die Mitarbeiter zum Info-Konsum zu zwingen, sollten Firmen-Intranets zu Kooperation und Partizipation einladen. Das aber gelingt nur dann, wenn die Unternehmenskultur stimmt, wenn die Bedürfnisse der Nutzer im Mittelpunkt stehen und wenn das Intranet den Benutzern einen spürbaren Mehrwert bietet.

Der Grund für die mangende Akzeptanz vieler Intranets liegt häufig in starren Strukturen, mangelhafter Usability und fehlenden Mitwirkungsmöglichkeiten, wie es die Mitarbeiter von Weblogs und Wikis aus dem Internet kennen.

„Bleibt ein Intranet auf dem Niveau „elektronisches Archiv“ stehen, riskiert die Unternehmensführung ihre Glaubwürdigkeit, insbesondere wenn sie das Medium Intranet nutzt, um ‘top-down’ unternehmerische Dynamik zu predigen“, heißt es in einer Pressemitteilung, mit der Thomas Koch auf das am Freitag, 7. Dezember, in Zürich stattfindende Intranet 2.0 FORUM hinweist.

Imageverlust drohten Management und dem Intranet, wenn interaktive Instrumente „zwar eingeführt werden, aber den Geschäftshierarchien unterstellt bleiben.“ Dieser Effekt werde noch verstärkt, wenn findige Mitarbeiter Web-2.0-Applikationen wild auf bestehende Systeme aufgepfropen. Diese „Guerilla-Taktik“ lasse die Defizite der offiziellen Informationsplattform für alle Mitarbeitenden offenbar werden.

Zu spürbaren Produktivitäts- und Qualitätssteigerungen kann ein Intranet aber dann führen, „wenn die Strategie von A bis Z zum Unternehmen passt.“ Vor Launch oder Relaunch eines Unternehmens-Intranets müssen deshalb „Überlegungen zur aktuellen und künftigen Unternehmenskultur sowie das genaue Kennenlernen der Bedürfnisse der Nutzer“ stehen. „Aus der Schnittmenge von Unternehmenskultur und Nutzerbedürfnis ergibt sich der Grundsatzentscheid, auf dem die Strategie aufbauen kann,“ so Thomas Koch.

Der Erfolg eines Intranets hänge von wenigstens zwei Faktoren ab:

  1. ob das Management die Strategie vorbehaltlos unterstützt und durch eigenes Mittun die interaktiven Instrumente vom negativen Nimbus des Spielzeugs befreit. Und …
  2. … kurze Planungshorizonte. Nur wenn die Intranet-Plattform für Neuerungen flexibel bleibt und innovative Ideen aus der Internet-Technologie kontinuierlich einfliessen können, unterstützen die Mitarbeitenden den über das partizipative Medium angestossenen Integrationsprozess, erkennen Synergiepotenziale und verstehen das Intranet als Teil der Unternehmensidentität.

Zum Intranet 2.0 FORUM, heißt es in der Pressemitteilung, …

„… lassen sich erfolgreiche Vorreiter-Unternehmen in die Karten schauen. Fachleute zeigen, welche Instrumente das Intranet zum partizipativen Medium machen (zum Beispiel Blog-Einträge, Zusammenarbeit in Wikis, Klassifikation von Inhalten mit Tags oder gemeinsam nutzbaren Bookmarks) und welche Organisation und Führungskultur ideale Voraussetzungen für erfolgreiche Zusammenarbeit im Intranet darstellen. Berichte aus der unternehmerischen Praxis führen fallweise vor Augen, welche Hürden bei der Strategieplanung zu meistern sind und unter welchen Bedingungen sich die Mitarbeitenden auf Dauer für ein Intranet 2.0 begeistern können.“

One Response to “Interne Kommunikation in Zeiten des Web 2.0”

  1. HG_Herrmann Says:

    Das deckt sich im wesentlichen mit meinen Erfahrungen. Wohlgemerkt ist das eine Intranet noch nicht wirklich Wissensmanagement 2.0 - in den Großkonzernen scheint sich vielmehr ein Trend zur Individualisierung der Informationsströme fortzusetzen, vgl. die DAX30-Befragung der studentischen Unternehmensberatung OSCAR zur Nutzung von Web 2.0 in Großkonzernen.

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