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Mehr Arbeitseffizienz dank Social Software

Acht Trends, die Unternehmen zu mehr Erfolg im Internet verhelfen können, hat das McKinsey Quarterly jetzt identifiziert. Bemerkenswert daran: Die meisten Entwicklungen drehen sich um das Mitmach-Web 2.0, insbesondere um Social Software. Darauf macht Peter Bihr von den Blogpiloten.de in einem lesenswerten Beitrag aufmerksam. Eine interpretierende und auf Medienbranche und Redaktionsarbeit gemünzte Zusammenfassung:

  • Interaktive Wertschöpfung: Der englische Begriff “Distributing Cocreation” bezeichnet einen “radikalen Kurswechsel der Innovationsprozesse.” Im Sinne einer interaktiven Wertschöpfung werden Innovationen nicht mehr nur aus dem Unternehmen heraus angestoßen, sondern externe Partner - Lieferanten und Kunden zum Beispiel - werden einbezogen. Von dieser Einbeziehung haben alle Beteiligten etwas. “Immerhin wissen die Verbraucher selbst am besten, was sie von einem Produkt erwarten”, schreibt Bihr. Die Ergebnisse sind deshalb häufig “nicht nur kostengünstiger, sondern auch schneller und überzeugender.” Beispiele für interaktive Wertschöpfung sind spreadshirt.de, die Wikipedia und das koreanische Bürgerjournalismus-Portal OhMyNews.
  • Wissensarbeit optimieren: Bei der Organisation von Wissensarbeit klafft zwischen Labor und betrieblicher Praxis derzeit eine mächtige Lücke. Durch ein bewusstes Design von Wertschöpfungsprozessen durch Wissensarbeit können Arbeitseffizienz, Produktivität und Produktqualität spürbar gesteigert werden.

  • Standardisierung und automatische Steuerung: Mehr als 90 Prozent der Vorgänge, die beispielsweise in Lokalredaktionen abgearbeitet werden, lassen sich einem von einem guten Dutzend wiederkehrender Ablaufroutinen zuordnen. Die Überwachung der korrekten Abläufe dieser Prozeduren bindet in den Redaktionen jede Menge Manpower; trotzdem ist die Fehlerrate hoch. Die Kompensation dieser Fehler bindet abermals Manpower, die der Redaktion an anderer Stelle fehlt. Die Einführung einer automatischen Steuerung redaktioneller Abläufe ist deshalb eine interessante Option, die sich insbesondere für Crossmedia-Redaktionen anbietet.
  • Mit Informationen Geschäfte machen: „Nie war es so einfach, massenweise Informationen aus allen nur erdenklichen Quellen zusammenzuziehen“, schreibt Bihr. „Während ein Unternehmen große Mengen an Daten sammelt und analysiert, fallen oftmals - als Nebenprodukt - wertvolle Daten an.“ McKinsey empfiehlt deshalb, diese Daten sinnvoll weiterzuverwenden - intern oder als eigene Dienstleistung. Mit Hilfe von Wikis lassen sich in Redaktionen Wissensbestände aufbauen, die nicht nur der Redaktionsarbeit dienen, sondern die auch anderweitig genutzt werden können.

Um die Optimierung von redaktioneller Wissensarbeit und um den Einsatz von Wikis und anderen CMS insbesondere in Lokalredaktionen geht es auch in dem kürzlich im UVK-Verlag Konstanz erschienenen Band ‘Redaktionelles Wissensmanagement’.

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